Volkswagen bedroht Europa

In den 90er Jahren hat der Freistaat Sachsen Volkswagen durch finanzielle Anreize dazu bewegen können, in Sachsen zu investieren. Bis zu 23.000 Arbeitsplätze sollen entstanden sein. Volkswagen

Das war zu der Zeit richtig und notwendig. Doch was passiert, wenn regulierend in den Wettbewerb eingegriffen wird? Es entstehen Ungerechtigkeiten. Deshalb dürfen solche Eingriffe in den Markt immer nur kurzfristig sein. Aber einmal an das schöne Leben gewöhnt, sind die Beihilfeempfänger nicht bereit, zukünftig darauf zu verzichten. So können Unternehmen wachsen bis sie groß werden bis sie zu groß sind: „To Big To Fail“. Sie werden fett, faul und aggressiv, wenn man ihnen die weitere Unterstützung verwehrt.

Wie komme ich zu diesem Schluß?

In Unternehmen gibt es eine bestimmte Firmenkultur. Bei so einem alten Konzern wie Volkswagen werden aus der Vergangenheit oft auch alte  Strukturen übernommen. In diesem Fall ist es das typische Top-Down-Regieren. Um Karriere machen zu können, traut sich Keiner etwas Neues zu erfinden. Man könnte ja einen Fehler machen und im Karriereranking warten die Konkurrenten nur darauf, dass jemand einen Fehler macht. Dann wird er vorgeführt und die Aufstiegsleiter ist beendet. Wenn es gut war, dann heften sich die Leiter der Abteilung, des Bereiches die Lorbeeren ans Revers. So kommt es, dass immer nur optimiert wird. Kein neues Denken mehr, denn das ist gefährlich.

Wettbewerb ist anstrengend. Kein Mensch will sich laufend anstrengen müssen. Man sucht den einfachen Weg, um sich die Konkurrenz oder Kritiken von außen vom Halse zu halten. Eine Methode ist die Erpressung z.B. der Politik, damit die Wettbewerbsregeln so gestaltet werden, wie es für sich selbst angenehm ist. Im Fall Volkswagen kommt gern die Keule „Arbeitsplätze“ und andere Methoden wie Lobbying.

Fassen wir bei Volkswagen zusammen:

Was folgt daraus?

  • Volkswagen hat die Elektrifizierung der Autos verschlafen,
  • Volkswagen hat die Welt betrogen – Dieselgate,
  • Volkswagen-Chef Matthias Müller versucht die EU zu erpressen, um die betrogenen europäischen Kunden nicht entschädigen zu müssen.

Aber wir haben die Macht. Wir können sie züchtigen, indem wir:

  • eine Regierung wählen, die dem treiben ein Ende setzt,
  • keine Volkswagen Produkte mehr kaufen.

Ihr solltet immer daran denken, die Autos werden gebaut, um sie zu verkaufen. Also wenn Skandale bekannt werden – handelt z.B. mit Konsumverweigerung. Es liegt an uns allen, ob wir uns das gefallen lassen. Keine Erpressungen mehr. Das zerstört unsere Gesellschaft.

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